Wer wir sind

Das Institut der Benediktinerinnen vom Hlst. Sakrament ist der drittälteste der noch bestehenden weiblichen Klosterverbände des Benediktinerordens. Es wurde von M. Mechtilde Catherine de Bar gegründet.

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Spiritualität

Ziel ist ein Leben nach dem Evangelium in Gebet und Arbeit, in Gotteslob, Anbetung und Gastfreundschaft, wie es dem Evangelium und der Regel des hl. Benedikt entspricht. Die Verehrung und Anbetung des in der Eucharistie gegenwärtigen Herrn liegt dabei den Schwestern besonders am Herzen. Sie verstehen sie als ein Empfangen und Anbeten der in Jesus Christus Leib und Blut gewordenen Liebe Gottes, als ein Antworten auf diese beständig gegenwärtige Liebe in den (in der Eucharistiefeier verwandelten) Gaben von Brot und Wein. Antwortend wollen auch sie vor ihr für die Menschen gegenwärtig sein und ihre Wege im Herzen mitgehen – liebend, glaubend und für diese Welt hoffend.

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Geschichte

Die Gründung des Ordenszweiges begann mit der Aussetzung des hlst. Altarsakraments in der Kapelle in der Rue du Bac in Paris am 25. März 1653. Sechs Jahre später wurde er von der Königinmutter Anna von Österreich zur königlichen Stiftung erhoben.

Der Orden breitete sich zu Lebzeiten der Gründerin in Frankreich und Polen aus. Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Frankreich zehn Klöster und in Polen zwei; Warschau (1687/88) und Lwow (1708/15), die heute noch bestehen. Die französischen Klöster gingen im Zuge der Französischen Revolution zunächst unter. Einige Konvente lebten jedoch im Untergrund weiter und konnten deshalb zu Beginn des 19. Jahrhunderts das klösterliche Leben wieder aufnehmen: Rouen und Paris 1802, Caen und Bayeux 1804, Toul, Nancy und Rambervillers taten sich zu einem einzigen Konvent zusammen und nahmen 1812 in Saint-Nicolas-de-Port in Lothringen das monastische Leben wieder auf. Zu einer neuen Blütezeit kam es ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Neugründungen in Deutschland, Italien, Holland, Belgien, Luxemburg, Spanien, Schottland und Uganda.

Deutsche Niederlassungen gibt es heute in Trier,  Osnabrück, Köln und Neuss. Der Konvent des Klosters Maria Hamicolt in Dülmen-Rorup zog 2008 in eine Senioreneinrichtung nach Osterwick, wo er aber als Konvent weiter besteht, wie der Konvent von Vinnenberg bereits seit 2005 in einer Senioreneinrichtung in Osnabrück lebt.

Die Klöster der Benediktinerinnen vom Hlst. Sakrament sind, je nach Ländern, zu einer Föderation zusammengeschlossen. Gemeinsam bilden sie eine internationale Konföderation, die wiederum zur CIB (Communio Internationalis Benedictinarum) gehört, einer weltweiten Vereinigung der Benediktinerinnen.

 Baum